Veranstaltungen, Publikationen, Informationen

15.12.2022 Weihnachtsbrief

Weihnachtsbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

seit Jahren schreibe ich Ihnen einen Weihnachtsbrief, um auf das zu Ende gehende Jahr zurückzuschauen und auf das neue Jahr zu blicken. In diesem Jahr tue ich dies zum ersten Mal als Vorsitzender des Träger- und Fördervereins des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. Dankbar denke ich zurück an die Vorgänger in diesem Amt: an Dr. Günter Krusche, Prof. Dr. Horst Dähn, Prof. Dr. Ralf Rytlewski und nicht zuletzt an Bischof a. D. Prof. Axel Noack, der zehn Jahre dieses Amt innehatte. Nach Jahren der Mitarbeit haben Frau Dr. Thunig-Nittner und Frau Ute Grauerholz nicht mehr für den neuen Vorstand kandidiert. Auch Ihnen gilt mein herzlicher Dank für die geleistet Arbeit.

Der neue Vorstand setzt sich wie golgt zusammen:

  • Vorsitzender: Dr. sc. Joachim Heise
  • Stellvertretende: PD Dr. phil. Anke Silomon
  • Schatzmeisterin: Dr. Doris Ritschel
  • Schriftführer: Dr. Johannes Hilbert
  • Technik und Medien: Peter Blume
  • Beisitzer: Reinhard Assmann

Zu den wichtigen personellen Veränderungen im Jahr 2022 gehört nicht zuletzt die Berufung des neuen Institutsleiters durch den Vorstand der Gesellschaft zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung. Prof. Dr. Horst Junginger arbeitet seit dem 1. Januar 2022 als Institutsleiter. Er übt dieses Amt bis zum 1. Oktober 2023 paritätisch zusammen mit mir aus. Mit der Wahl des Vorstands des Träger- und Fördervereins und der Berufung von Prof. Junginger haben wir wichtige personelle Weichen für die Zukunft des Instituts gestellt.

Nach der Corona-bedingten Pause haben wir in diesem Jahr wieder zu mehreren Veranstaltungen ins Institut eingeladen. Den Auftakt machte die Eröffnung der Ausstellung "‚Es gibt keinen Gott’. Antiklerikale und antireligiöse Plakate aus der Sowjetunion" am 5. Februar in der St. Thomaskirche in Berlin-Kreuzberg. Am 8. Mai haben wir diese Ausstellung im Haus der Geschichte in Lutherstadt Wittenberg eröffnet.

Seit 2013, ein Jahr nach dem Tod von Prof. Dr. Horst Dähn, verleihen wir den mit 1.000 € dotierten Horst-Dähn-Preis für besondere Leistungen bei der Erforschung der Geschichte der Staat-Kirche-Beziehungen, des Weges der Kirchen und des Alltags von Christen in der DDR/Ostdeutschland und in den Ländern Mittel- und Osteuropas nach dem 2. Weltkrieg.
Den Horst-Dähn-Preis 2021 konnten wir erst am 28. Mai 2022 an Prof. Dr. Robert Goeckel (USA) verleihen, der sich seit 40 Jahren mit diesen Fragen beschäftigt. Am 10. Oktober d.J. haben wir Frau Prof. Dr. Anja Kirsch (Oslo) mit dem Horst-Dähn-Preis 2022 ausgezeichnet. Sie hat sich insbesondere mit der Frage von Religion und Kirche im Staatsbürgerkunde-Unterricht in den Schulen der DDR wissenschaftlich auseinandergesetzt.

2022 haben wir außerdem zu zwei Kolloquien ins Institut eingeladen. Bei dem Internationalen Staat-Kirche-Kolloquium am 11. und 12. November stand die Frage "‚Feuer und Wasser’ – Religion und Sozialismus" im Mittelpunkt der Diskussion. Neben Wissenschaftlern aus Deutschland beteiligten sich daran zwei Wissenschaftler aus Prag und Budapest.
"Christliche Friedensethik auf dem Prüfstand" lautete das Thema des Berliner Staat-Kirche-Kolloquiums am 10. Dezember. Dazu haben wir Referenten und Referentinnen eingeladen, denen die Erhaltung des Friedens und der Gedanke der Versöhnung Herzenssache und Lebensaufgabe geworden sind.

Publiziert haben wir 2022 eine Broschüre zum Thema "Zum Wandel der atheistischen Forschung, Lehre und Propaganda in der DDR", verfasst von Joachim Heise.

Gestatten Sie mir nunmehr noch einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr. Im Herbst 2023 werden wir den 30. Gründungstag unseres Instituts feiern und auf drei Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit zurückblicken. Auf der Vorstandsitzung am 2. Februar werden wir über unser Veranstaltungsprogramm, unsere Publikationsvorhaben und die Institutsfeier im September beraten. Sollten Sie Vorschläge dazu haben, so schreiben Sie uns bitte.

Nun bleibt mir, Ihnen auch im Namen des Vorstands und im Namen von Prof. Junginger ein schönes Weihnachtsfest und uns allen ein gutes und friedlicheres Jahr 2023 zu wünschen.

Ihr

Dr. Joachim Heise

10.12.2022 Christliche Friedensethik auf dem Prüfstand

Vortragsveranstaltung: Christliche Friedensethik auf dem Prüfstand

Programm

15.00 bis 15.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Joachim Heise
Pastor Reinhard Assmann

15.30 Uhr bis 16. 15 Uhr
Prof. Dr. Thomas Nauerth
Auswege aus dem politischen Mythos erlösender Gewalt
Pazifistische Perspektiven nach 9 Monaten Krieg

16.15 bis 17.15 Uhr
Statements und Podiumsdiskussion mit
OKRin i. R. Antje Heider-Rottwilm, Prof. Dr. Annette Nauerth und
Pastor i. R. Bernhard Thiessen

17.15 Uhr
Offenes Gespräch mit den Teilnehmern der Veranstaltung

Unsere Gäste

- Prof. Dr. Thomas Nauerth, Bielefeld, katholischer Friedenstheologe
- OKRin i. R. Antje Heider-Rottwilm, Berlin, Vorsitzende von Church & Peace
- Prof. Dr. Annette Nauerth, Bielefeld, Vorsitzende des Versöhnungsbundes
- Pastor i. R. Bernhard Thiessen, Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an der Universität Hamburg

Die Einladnung als PDF zum Download.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Joachim Heise und Prof. Dr. Horst Junginger

HINWEIS: Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Regeln statt.

11. und 12.11.2022 UPDATE zum Kolloquim „Feuer und Wasser” – Religion und Sozialismus

Update zum Programm

Das Programm für den 11. November 2022 wurde um den Dokumentarfilm "Kirchen in der DDR" erweitert. Er wurde von der Redaktion "Panorama" für die DDR-Auslandspropaganda produziert und vermittelt ein geschöntes Bild von der Lage der Christen in der DDR und ihrer Bereitschaft, am "Aufbau des Sozialismus" mitzuarbeiten.

Den zeitlichen Programmablauf für den 12. November haben wir ein wenig korrigiert.

Das aktualisierte Programm bitte hier herunterladen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Joachim Heise

HINWEIS: Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Regeln statt.

11. und 12.11.2022 Einladung zum Kolloquim „Feuer und Wasser” – Religion und Sozialismus

Programm

Freitag, 11. November 2022

16.00- 16.45 Uhr
Prof. Dr. Horst Junginger
Atheistischer und religiöser Sozialismus: Ein Widerspruch in sich?

16.45 Uhr bis 17.30 Uhr
Dr. sc. Joachim Heise
Zwischen allen Stühlen. „Fortschrittliche” Christen in der jungen DDR

17.30 bis 18.00 Uhr
Pause mit kleinem Imbiss


Samstag, 12. November 2022

10.00 Uhr bis 10.45 Uhr
Klaus Fuchs-Kittowski
Emil Fuchs als religiöser Sozialist in der DDR

10.45 bis 11.15 Uhr
Bischof a. D. Prof. Axel Noack
Aurel von Jüchen. Ein Lebensbild

11.15 Uhr bis 12.00 Uhr
Dr. Peter Morée (Prag)
Josef L. Hromádka und seine Beziehung zur DDR

12.00 bis 12.30 Uhr
Pause mit kleinem Imbiss

12.30 Uhr bis 13.15 Uhr
Dr. Károly Tóth (Budapest)
Die theologischen Diskussionen in Ungarn in den 1940-er Jahren unter dem Eindruck Karl Barths

13.15 Uhr bis 14.00 Uhr
Prof. Dr. Junginger – Schlusswort

HINWEIS: Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Regeln statt.

10.10.2022 Horst-Dähn-Preis verliehen

Aus Anlass des 29. Gründungstages des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung verlieh unsere Gesellschaft gemeinsam mit der Ursula-und-Horst-Dähn-Stiftung in Erinnerung an den Mitgründer, langjährigen Leiter und Förderer des Instituts, Prof. Dr. Horst Dähn, den Horst-Dähn-Preis 2022 an Prof. Dr. Anja Kirsch (Oslo) für ihren wissenschaftlichen Beitrag zur Aufhellung des Zusammenhangs von Religion und Sozialismus im Staatsbürgerkundeunterricht an den Schulen der DDR.

Die Preisträgerin Prof. Anja Kirsch (2. v.r. Foto: BISKF).

10.10.2022 Einladung zur Verleihung des Horst-Dähn-Preises

Aus Anlass des 29. Gründungstages des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung verleihen unsere Gesellschaft gemeinsam mit der Ursula-und-Horst-Dähn-Stiftung in Erinnerung an den Mitgründer, langjährigen Leiter und Förderer des Instituts, Prof. Dr. Horst Dähn, den

Horst-Dähn-Preis 2022

für ihren wissenschaftlichen Beitrag zur Aufhellung des Zusammenhangs von Religion und Sozialismus im Staatsbürgerkundeunterricht an den Schulen der DDR an

Prof. Dr. Anja Kirsch (Oslo)

Dazu möchten wir Sie ganz herzlich einladen.

Die Preisträgerin

Anja Kirsch – Professorin für Religionswissenschaft an der Universität Trondheim, Norwegen.

Anja Kirsch (Foto: privat.
Anja Kirsch lehrt seit 2021 am Department of Philosophy and Religion der Norwegian University of Science and Technology, Trondheim. Davor war sie seit 2013 als Oberassistentin am Institut für Religionswissenschaft der Universität Bern tätig An der Universität Zürich hatte sie 2019/20 eine Vertretungsprofessur für Religionswissenschaft inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der europäischen Religionsgeschichte, des Verhältnisses von Staat und Kirche, der Wechselbeziehung von Religion und Sozialismus, der sozialrevolutionären Bewegungen des "utopischen" Sozialismus, der Säkularitätsdiskurse, der Ästhetik, Narratologie und historischen Semantik. Ihre Dissertation „Weltanschauung als Erzählkultur. Zur Konstruktion von Religion und Sozialismus in Staatsbürgerkundeschulbüchern der DDR” wurde 2016 mit dem Forschungspreis des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien (Georg-Eckert-Institut) ausgezeichnet. Für ihren Artikel „Red catechisms: socialist educational literature and the demarcation of religion and politics in the early 19th century” erhielt sie 2018 den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Programm

Musik

Begrüßung: Dr. sc. Joachim Heise

Laudatio: Prof. Dr. Horst Junginger

Preisverleihung

Musik

Festvortrag der Preisträgerin
„Weltanschauung als Erzählkultur: Religion und Sozialismus im Staatsbürgerkundeunterricht in DDR-Schulen”

Musik

Empfang mit kleinem Imbiss und Getränken

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Musikalische Begleitung: Stefan Schätzke (Saxophon)

Zur Förderung der weiteren Arbeit bitten wir um eine Spende: Konto: Ges. Staat-Kirche-Forschung: IBAN: DE96 1005 0000 0103 8147 10

Hier steht die Einladung als PDF zum Download zur Verfügung.

14.09.2022 Septemberbrief des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung

als neuer Vorsitzender der "Gesellschaft zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung e. V.”, Trägerverein des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung, wende ich mich an Sie mit einer Bitte. Das Institut feiert im nächsten Jahr seinen 30. Gründungstag. Wer dies 1993 vorausgesagt hätte, der wäre auf ungläubiges Kopfschütteln gestoßen. In den zurückliegenden Monaten haben wir wichtige Weichen für die Zukunft des Instituts stellen können. Dazu zählen vor allem die personelle Neubesetzung der Institutsleitung und des Vorstands des Träger- und Fördervereins und nicht zuletzt Entscheidungen über neue inhaltliche Akzente unserer Institutsarbeit. Darüber habe ich Sie in einem vorherigen Schreiben informiert.

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, selbstverständlich auch viele Mütter. Dazu zählen in erster Linie die Mitglieder unseres eingetragenen Vereins, des juristischen Trägers unseres Instituts. Wenn ich heute die Liste der Vereinsmitglieder, die Liste der verschiedenen Vorstände und auch die Liste der Träger des Horst-Dähn-Preises durchsehe, dann überkommt mich eine tiefe Dankbarkeit, aber auch eine schmerzliche Traurigkeit. Viele, die das Vereins- und Institutsleben über Jahre mitgeprägt und auch finanziell unterstützt haben, sind zu alt oder zu krank, um sich weiter bei uns zu engagieren. Besonders traurig bin ich, wenn ich sehe, wie viele von ihnen nicht mehr unter uns sind, nicht mehr mitdiskutieren und sich kritisch zu Wort melden können. Die Zahl der Mitglieder und Förderer unseres Vereins ist unter diesen Bedingungen in den letzten Jahren stetig zurückgegangen.

Als neuer Vorsitzender sehe ich eine meiner Aufgaben darin, die über Jahre treuen Mitglieder nicht aus dem Auge zu verlieren, neue Mitglieder zu gewinnen und nicht zuletzt, die finanzielle Basis für unsere Arbeit auch weiterhin zu sichern.
Deshalb ergeht an Sie meine dringende Bitte, helfen Sie mit, die personelle und finanzielle Basis unserer Arbeit zu sichern. Bleiben Sie Mitglied unserer Gesellschaft.
Falls Sie noch nicht Mitglied sind, denken sie bitte über eine Mitgliedschaft nach und versuchen Sie, andere für eine solche zu gewinnen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 50 € pro Jahr. Der Vorstand kann in bestimmt Fällen auch über eine Absenkung der Höhe des Mitgliedsbeitrag entscheiden.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und grüße Sie herzlich

Ihr Joachim Heise

PS:
• Am 1. Oktober verleihen wir den Horst-Dähn-Preis 2022.
• Am 11. und 12. November findet unser nächstes Internationales Staat-Kirche-Kolloquium statt. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen religiösen Auffassungen auf der einen und der Theorie des Sozialismus und der realsozialistischen Praxis in der DDR und anderen realsozialistischen Staaten auf der anderen Seite.

16.06.2022 Beschlüsse der Wahlversammlung

Liebe Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung e. V., liebe Freunde und Förderer unseres Instituts,

am 16. Juni hat mich die Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden unserer Gesellschaft gewählt. In dieser Eigenschaft möchte ich Sie über die weiteren Beschlüsse der Wahlversammlung kurz informieren. Auf Grund der Corona-Bestimmungen konnten wir die Wahlversammlung im vergangenen Jahr nicht durchführen, so dass wir erst mit einem Jahr Verspätung den neuen Vorstand wählen konnten.
Nach der Zustimmung zu den Berichten des Institutsleiters über die Arbeit des Instituts in den zurückliegenden drei Jahren und dem Bericht der Schatzmeisterin wurde der alte Vorstand von seinen Aufgaben entbunden und seinen Mitglieder für die geleistete Arbeit gedankt.

Nicht mehr für den neuen Vorstand haben kandidiert:
  • Bischof i. R. Prof. Axel Noack
  • Dr. Gerburg Thunig-Nittner
  • Ute Grauerholz
Sie haben über mehrere Wahlperioden die Geschicke der Gesellschaft und des Instituts maßgeblich mitbestimmt. Ihnen gilt mein besonderer Dank.
Alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder wurden erneut gewählt: Dr. Doris Ritschel, Dr. Johannes Hilbert und Reinhard Assmann. Neu in den Vorstand wurden gewählt: PD Dr. habil Anke Silomon, Peter Blume und ich.

Der neue Vorstand hat sich konstituiert und die Aufgaben im Vorstand wie folgt festgelegt:

  • Vorsitzender: Dr. sc. Joachim Heise
  • Stellvertretende: PD Dr. habil. Anke Silomon
  • Schatzmeisterin: Dr. Doris Ritschel
  • Schriftführer: Dr. Johannes Hilbert
  • Technik und Medien: Peter Blume
  • Beisitzer: Reinhard Assmann
Vereinbart wurde, die Aufgabenverteilung nach einem Jahr noch einmal zu überdenken. Reinhard Assmann wird dann auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden.

Das Institut wird bis zu seinem 30. Gründungstag im Herbst 2023 paritätisch geleitet von Dr. Joachim Heise und Prof. Dr. Horst Junginger, der dann die Leitung des Instituts allein übernehmen wird.

Mit der Wahl des neuen Vorstands haben wir einen weiteren Schritt zur Sicherung der Zukunft des Instituts unternommen. Wir hoffen, Sie auch künftig an unserer Seite zu wissen. Für den Herbst planen wir zwei interessante Veranstaltung und würden uns freuen, Sie wieder bei uns begrüßen zu können.

Bleiben Sie gesund und haben Sie einen schönen Sommer

Ihr Dr. Joachim Heise

28.05.2022 Horst-Dähn-Preises 2021 feierlich verliehen

Am 28. Mai 2022 wurde der Horst-Dähn-Preis 2021 des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung verliehen. Geehrt wurde Prof. Dr. Robert F. Goeckel (USA) für seine Verdienste bei der Erforschung der Geschichte der Kirchen in der DDR und der Kirchenpolitik der SED sowie der Geschichte der Kirchen in den baltischen Republiken während der Sowjetherrschaft. Robert Goeckel (New York, USA) forscht seit 1982 an der Geneseo Fakultät als für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen.

In seiner Dankesrede ließ der rnommierte Politikwissenschaftler – in perfektem Deutsch – seinen Aufenthalt in der DDR in den Jahren 1978/1979 in lebendigen Sprachbildern Revue passieren. Ausgelegte Fotos und Dokumente aus jener Zeit zeugten von dem doch einingermaßen ungewöhnlichen Aufenthalt in Berlin.

Bischof a. D. Prof. Axel Noack eröffnet die Preisverleihung.

 

Übergabe des Horst-Dähn-Preises 2021.

 

Prof. Goeckel bei seiner Dankesrede.

 

Schreiben des DDR-Ministerrats, aus dem Archiv von Prof. Goeckel.

 

Prof. Goeckel mit dem Horst-Dähn-Preis 2021.

 

Die Preisverleihung wurde vom Jazzpianisten Daniel Stawinksy mit Stücken von Carmichael und Gershwin festlich umrahmt. Im Anschluss war Gelegenheit, Fragen an Prof. Goeckel zu stellen und auch persönliche Erinnerungen aus der Zeit der Endsiebziger Jahre auszutauschen ...

Text/Fotos: © mtmedia.de

06.05.2022 Fotos: Ausstellung „Es gibt keinen Gott!”

Am 6. Mai 2022 wurde die Plakatausstellung „Es gibt keinen Gott!” wieder im Haus der Alltagsgeschichte in der Lutherstadt Wittenberg wieder eröffnet.

Prof. Junginger eröffnet die Ausstellung

 

Interessiertes Auditorium

 

Spannende Diskussion ...

 

... und auch mal Schmunzeln

 

Die vom Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung und dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig zusammen mit dem Haus der AlltagsGeschichte/PFLUG e.V. organisierte Ausstellung „Es gibt keinen Gott!” zeigt dreißig Propagandaplakate aus der Sowjetunion.
Die antiklerikalen und antireligiösen Plakate aus der Sowjetunion entstammen dem Bestand des Staatlichen Museum für Religionsgeschichte in Sankt Petersburg, dem ehemaligen Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus.

Fotos: Dr. Christel Panzig | PFLUG e.V.-Vorsitzende

28.05.2022 Verleihung des Horst-Dähn-Preises 2021

Aus Anlass des 28. Gründungstages des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung verleiht unsere Gesellschaft gemeinsam mit der Ursula-und-Horst-Dähn-Stiftung in Erinnerung an den Mitgründer, langjährigen Leiter und Förderer des Instituts, Prof. Dr. Horst Dähn, am 28. Mai 2022 um 11.00 Uhr im Georgensaal des Evangelischen Forums Stadtmitte, Klosterstraße 66, den

Horst-Dähn-Preis 2021

Für seine Verdienste bei der Erforschung der Geschichte der Kirchen in der DDR und der Kirchenpolitik der SED sowie der Geschichte der Kirchen in den baltischen Republiken während der Sowjetherrschaft wird ausgezeichnet:

Prof. Dr. Robert F. Goeckel (USA)

Dazu möchten wir Sie ganz herzlich einladen.

Dr. sc. Joachim Heise Bischof a. D. Prof. Axel Noack
Institutsleiter und Vorsitzender der Ursula-und-Horst-Dähn-Stftung Vorsitzender der Gesellschaft zur zur Förderung vergleichender Staat-Kirche-Forschung e. V.

Robert Goeckel – Professor für Politikwissenschaften und Internationale Beziehungen

Robert Goeckel ist seit 1982 in der Geneseo Fakultät tätig.
Er unterrichtet Internationale und Vergleichende Politik und ist spezialisiert auf Europäische Politik, mit besonderem Schwerpunkt auf Deutschland, Osteuropa und die frühere Sowjetunion.
Dabei legte er in seiner Forschungstätigkeit den Fokus vor allem auf die Beziehung zwischen Kirche und Staat sowie die Rolle von Kirche und Politik in der Zeit des Kommunismus. Fließend Deutsch und Russisch sprechend, hat Prof. Goeckel längere Zeit in Berlin und Moskau gelebt und sowohl in der DDR als auch in der UdSSR umfangreiche Forschungsarbeit betrieben.
Von 2000 bis 2001 war Robert Goeckel als Leiter des Center for the Study of Russia and the US an der SUNY Staatsuniversität/Moskau. Aufbauend auf diese Tätigkeit leitete Prof. Goeckel 2004, 2006 und 2008 das studentische Austauschprogramm der Geneseo Fakultät in Moskau.
Außerdem beriet er den Model UN Club, war als Koordinator für Internationale Beziehungen tätig und unterstützte duale Studiengänge an der UDLA, Mexiko, der Haceteppe Universität, Türkei, und der Staatsuniversität Moskau.

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Am 16. Juni 2022, 15.00 UHR findet im Tagunsgsaum des Archivzentrums die Mitgliederversammlung des Trägervereins unseres Instituts statt. Schwerpunkt ist die Wahl des neuen Vorstandes.
Der Vorstand lädt dazu alle Mitglieder herzlich ein und bittet sie, damit ihre satzungsgemäßen Rechte als Vereinsmitglied wahrzunehmen.
Die Mitgliederversammlung ist öffentlich und wir freuen uns auch auf Gäste.

06.05.2022 Wiedereröffnung: Ausstellung „Es gibt keinen Gott!”

Titel des Ausstellungsflyers
Ab 6. Mai 2022 wird die Plakatausstellung „Es gibt keinen Gott!” wieder im Haus der Alltagsgeschichte in der Luhterstadt Wittenberg zu sehen. Die vom Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung und dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig zusammen mit dem Haus der AlltagsGeschichte/PFLUG e.V. organisierte Ausstellung „Es gibt keinen Gott!” zeigt dreißig Propagandaplakate aus der Sowjetunion. Diese vermitteln anschaulich, auf welche Weise von staatlicher Seite aus gegen Kirche und Religion vorgegangen wurde.
Die gezeigten antiklerikalen und antireligiösen Plakate aus der Sowjetunion entstammen dem Bestand des Staatlichen Museum für Religionsgeschichte in Sankt Petersburg, dem ehemaligen Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus.

Einleitung der Ausstellung: Professor Dr. Horst Junginger, Universität Leipzig

Dr. Christel Panzig | PFLUG e.V.-Vorsitzende

Dr. Joachim Heise | Prof. Dr. Horst Junginger

21.04.2022 Vortrag und Fragerunde: „Der Krieg in der Ukraine und die Kirchen”

Prof. Dr. Thomas Bremer, Professor für Ostkirchenkunde und Ökumenische Theologie am Institut für Ökumenik und Friedensforschung der Universität Münster, ging in seinem Vortrag auf die religiöse Vielfalt in der Ukraine ein und verdeutlichte dabei, das gerade von den verschiedenen orthodoxen Kirchen jeweils unter Moskauer und Kiewer Patriarchat auch Potential für Konflikte ausgeht. Das wurde besonders deutlich anhand von verschiedenen Erklärungen der Metropoliten Kirill (Moskau) und Onufry (Kiew), die Prof. Bremer mit vielen Hintergrundinformationen anreicherte. Damit entstand ein lebendiges Bild von der gegenwärtigen Situation der Gläubigen in der Ukraine.

In der anschließenden Fragerunde ging es unter unter anderem darum, ob es in der ukrainischen Armee Militräseelsorger gibt, was Prof. Bremer bejahte.
Ob die Kirchen mit ihren Äußerungen in der gegenwärtigen Situation nicht Brandbeschleuniger seien, verneinte Prof. Bremer. Zwar setzen sie sich auch für nationale und weltliche Interessen ein. Die Erklärungen der Kirchenführer seien aber letztlich Ausdruck ihres persönlichen Empfindens. Und: Sie besäßen auch keine Macht gegenüber der Politik, um Entscheidungen herbeizuführen.
Neben dem Gebet ist gerade das Kümmern um Binnenflüchtlinge innerhalb sowie anderer geflüchteter Menschen nach wie außerhalb der Ukraine derzeit die größte Unterstützung für die betroffenen Menschen, so Professor Bremer abschließend.
Prof. Bremer hat sein Vortrags-Honorar in diesem Sinne gespendet.

Text/Foto: M. Thiel

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS
Am 28. Mai 2022 verleihen wir den Horst-Dähn-Preis 2021 an
Professor Dr. Robert F. Goeckel (USA)
für besondere Leistungen bei der Erforschung der Geschichte der Beziehungen zwischen Staat und Kirche, des Weges der Kirchen und des Alltags von Christen in der DDR und anderen kommunistisch regierten Ländern.
Wir würden uns freuen, Sie dazu um 11:00 Uhr im Evangelischen Kirchenforum Berlin-Mitte, 10179 Berlin, Klosterstraße 66, begrüßen zu können.

 

21.04.2022 Vortrag: „Der Krieg in der Ukraine und die Kirchen”

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Instituts, liebe Mitglieder,

es ist uns gelungen, Prof. Dr. Thomas Bremer von der Universität Münster für einen Vortrag zum Thema "Der Krieg in der Ukraine und die Kirchen" zu gewinnen. Wir sind sicher, dass dieses Thema auf Ihr Interesse stoßen wird. Dieser Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen. Dennoch lohnt es sich über die Ursachen, die zu ihm geführt haben, nachzudenken, denn nur so wird es möglich sein, Wege zu seiner Beendigung zu finden und über die Zeit nach seinem Ende nachzudenken. Ind der täglichen Berichterstattung über das, was in der Ukraine geschieht, geht die Frage nach der Rolle und der Haltung der Kirchen in und zu diesem Konflikt fast unter. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir zu dieser Veranstaltung mit Prof. Bremer einen profunden Kenner der Materie einladen konnten.

Unser Gast studierte römisch-katholische Theologie, Slawistik und Klassische Philologie in Münster und Belgrad. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ökumenischen Institut der Universität Münster und wurde 1990 mit der Dissertation Ekklesiale Struktur und Ekklesiologie in der serbischen orthodoxen Kirche im 19. und 20. Jahrhundert zum Dr. theol. promoviert.

Von 1995 bis 1999 war er Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde in Berlin. Seit 1999 ist er Professor für Ostkirchenkunde und Ökumenische Theologie am Institut für Ökumenik und Friedensforschung der Universität Münster. Von 2011 bis 2012 war er Fellow am Imre Kertész an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die christlichen orthodoxen Kirchen Osteuropas. Seit 2009 hat Bremer die Schriftleitung der Zeitschrift Una Sacta - Zeitschrift für ökumenische Begegnung.

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu können. Dankbar wären wir Ihnen, wenn Sie sich dazu bei uns anmelden würden. (Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Einladung.)

Dr. Joachim Heise | Prof. Dr. Horst Junginger

 

VERANSTALTUNGSHINWEIS
Am 28. Mai 2022 verleihen wir den Horst-Dähn-Preis 2021 an
Professor Dr. Robert F. Goeckel (USA)
für besondere Leistungen bei der Erforschung der Geschichte der Beziehungen zwischen Staat und Kirche, des Weges der Kirchen und des Alltags von Christen in der DDR und anderen kommunistisch regierten Ländern.
Wir würden uns freuen, Sie dazu um 11:00 Uhr im Evangelischen Kirchenforum Berlin-Mitte, 10179 Berlin, Klosterstraße 66, begrüßen zu können.

 

UND noch eine BITTE
Von Vielen besitzen wir eine E-Mail-Adresse, so dass wir unsere Einladungen, Mitteilungen etc. über diesen Weg senden können.
Diejenigen, die bisher unsere Einladungen per Post erhalten haben, bitten wir zu überlegen, ob sie in Zukunft unsere Schreiben nicht per E-Mail erhalten wollen – damit könnten wir im Institut Kosten sparen.
Also unsere Bitte: Erlauben Sie uns den Kontakt über den E-Mail-Verkehr und nennen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse.
Schon jetzt: Herzlichen Dank dafür!

24.02.2022 Wiedereröffnung: Ausstellung „Es gibt keinen Gott!”

Titel des Ausstellungsflyers
Ab 8. Mai 2022 ist die Plakatausstellung „Es gibt keinen Gott!” wieder im Haus der Alltagsgeschichte in der Luhterstadt Wittenberg zu sehen. Die gezeigten antiklerikalen und antireligiösen Plakate aus der Sowjetunion entstammen dem Bestand des Staatlichen Museum für Religionsgeschichte in Sankt Petersburg, dem ehemaligen Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung und dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig. In mehreren Projektseminaren wurden die Plakate inhaltlich aufbereitet. Einige von ihnen werden durch dort erarbeitete Texte genauer erklärt.

Dr. Joachim Heise | Prof. Dr. Horst Junginger

23.02.2022 Begleitheft zur Atheismusausstellung. Jetzt bestellbar.

Titel des Begleithefts
Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR auf zu existieren. Damit fand auch die atheistische Forschung, Lehre und Propaganda ihr Ende. Zurück blieb eine Gesellschaft, in der die Mehrheit "gelernt" hatte, ohne Gott zu leben. Das Territorium der DDR, einst Mutterland der Reformation, war zu einer der am stärksten säkularisierten Regionen Europas geworden.
Die Ausstellung "Atheismus in der DDR" im Haus der Geschichte in Wittenberg und dieses Begleitheft zur Ausstellung geben eine Übersicht über den Wandel der atheistischen Forschung, Lehre und Propaganda in vier Jahrzehnten DDR und die Folgen des Versuchs der SED, Religion und Kirche mit Mitteln staatlicher Institutionen und staatlicher Gewalt zu bekämpfen, die eigenen Positionen für allein wissenschaftlich und einzig wahr zu erklären sowie Andersdenkende auszugrenzen und zu benachteiligen.

Das Begleitheft kann für 5 € (zzgl. Porto) im Institut bestellt werden.

05.02.2022 Eröffnung: „Es gibt keinen Gott!”

Am 5. Februar wurde die Plakatausstellung „Es gibt keinen Gott!” in der Berliner Thomaskirche am Bethaniendamm feierlich eröffnet. Die gezeigten Plakate entstammen dem Bestand des Staatlichen Museum für Religionsgeschichte in Sankt Petersburg, dem ehe-maligen Museum für die Geschichte der Religion und des Atheismus.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung und dem Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig. In mehreren Projektseminaren wurden die Plakate inhaltlich aufbereitet. Einige von ihnen werden durch dort erarbeitete Texte genauer erklärt. Die Ausstellung endet dort am 28.02.2022.

Dr. Klaus Lederer (Linke), Senator für Kultur und Europa in Berlin bei seiner Eröffnungsansprache
Blick auf den Büchertisch und einen Teil der Ausstellung
Anschließendes Neujahrskonzert der russischen Künstler Anna Wierer (Querflöte) und Maxim Shagaev Bajan (Akkordeon)

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Februar 2022 präsent.
Dr. Joachim Heise | Prof. Dr. Horst Junginger

5. Februar 2022 Ankündigung: „Es gibt keinen Gott!” | Antiklerikale und antireligiöse Plakate aus der Sowjetunion

Sehr geehrte Damen und Herren,

Titel des Ausstellungsflyers
wir eröffnen das Veranstaltungsjahr 2022 mit einem besonderen Ereignis – besonders in mehrfacher Hinsicht: Zum einen haben wir mit dem Religionswissenschaftlichen Institut der der Universität Leipzig eine inhaltlich und visuell sehr interessante Ausstellung vorbereitet. Zum anderen freuen wir uns, Ihnen den Religionswissenschaftler Prof. Horst Junginger (Leipzig) vorstellen zu können. Er leitet seit dem 1. Januar dieses Jahres das Institut paritätisch mit Dr. Joachim Heise und wird am 1. Oktober 2023 das Amt des Institutsleiters allein übernehmen. Er ist auch Kurator der Ausstellung. Die Plakate hat uns dankenswerterweise das Staatliche Museum für Religionsgeschichte in St. Petersburg zur Verfügung gestellt.

Große Freude ist es uns, dass der alte und neue Berliner Kultursenator Klaus Lederer die Ausstellung eröffnen wird.
Ausklingen lassen wir die Veranstaltung mit einem Neujahrskonzert. Dazu begrüßen wir die russischen Künstler Anna Wierer und Maxim Shagaev.
Wir danken der Ursula-und Horst-Dähn-Stiftung, der
Musikagentur Johannes Schönherr und der Thomasgemeinde für die freundliche Unterstützung.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
- Bei der Veranstaltung gelten die aktuellen Infektionsschutzbestimmungen.
- Die Teilnehmerzahl bei der Veranstaltung ist begrenzt. Bitte melden Sie sich deshalb unbedingt zur Teilnahme an.
- Wir bitten außerdem um Verständnis, dass wir einen Teilnehmerbeitrag von 15 € erheben (Mitglieder ermäßigt 10 €). Er ist beim Einlass zu entrichten.

Wir freuen uns auf Sie!
Dr. Joachim Heise | Prof. Dr. Horst Junginger

5. Januar 2022 Abschied von Pfarrer Martin Kramer

Das langjährige Mitglied des Trägervereins unseres Instituts, Pfarrer Martin Kramer, ist am 1. Januar 2022 verstorben.
Die Nachricht von seinem Tod hat uns traurig, aber auch dankbar gemacht. Einerseits traurig, weil wieder Einer von uns gegangen ist, der für unser Institut so wichtig war. Dankbar sind wir andererseits, weil Martin Kramer fast drei Jahrzehnte unsere Arbeit kritisch, aber immer wohlwollend begleitet hat. Veranstaltungen unseres Instituts hat er bis ins hohe Alter nur selten versäumt. Kaum eine Diskussion verging, an der er sich nicht beteiligt hat. Wie sehr hatte er es in der letzten Zeit bedauert, nicht mehr nach Berlin kommen zu können. Aber interessiert blieb er auch weiterhin an unserer Arbeit.
Er wird mir persönlich und dem Institut fehlen, mit seinen Erfahrungen, seinen Erinnerungen, seinem analytischen Verstand und seiner Fähigkeit, die Dinge kurz und knapp, aber präzise auf den Punkt zu bringen.

Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Dr. Joachim Heise

Dezember 2021 Weihnachtsbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

das Jahr 2021 geht zu Ende und ein neues Jahr steht vor der Tür. Die alten Probleme aber werden uns weiter begleiten. Ich hoffe, Ihnen und Ihren Familien geht es gut, und Corona ist an Ihnen vorbei gegangen. Am Ende diesen Jahres denken wir dankbar an die zurück, die uns für immer verlassen haben: Bischof i.R. Christoph Demke, Prof. Dr. Rudolf Mau, Pfarrer Heinz Joachim Karau, Dr. Detlef Nakath, Dr. Christoph Rhein.

Auch für unser Institut war 2021 ein schwieriges Jahr. Unsere Hoffnungen auf mehr Normalität hat der Herbstwind verweht. Veranstaltungen zu planen war zwar möglich, aber in den meisten Fällen umsonst. Mit einjähriger Verspätung haben wir im Juli d.J. in einer festlichen Veranstaltung den Horst-Dähn-Preis 2020 an Dr. Sebastian Holzbrecher verliehen. Zu unserer Veranstaltung am 9. November 2021 "Nun wächst zusammen, was zusammen gehört" konnten wir nur eine begrenzte Zahl von Gästen einladen. Das galt auch für unsere diesjährige öffentliche Mitgliederversammlung am 26. November.
Unter diesen besonderen Bedingungen haben wir uns auf die Herausgabe neuer Hefte unserer Schriftenreihe konzentriert. So sind in Corona-Zeiten Heft 31 (Staat und Kirche nach der "Wende". Rückblick und Bilanz 30 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Tschechien, Ungarn, Russland und Ostdeutschland) und Heft 32 (Horst Dohle. Im Dienst der Kirchenpolitik der DDR. Gespräche und Selbstzeugnisse) erschienen. Darüber hinaus haben wir ein Begleitheft zu unserer Atheismus-Ausstellung im Haus der Geschichte in Lutherstadt Wittenberg mit dem Titel "Zum Wandel der atheistischen Forschung, Lehre und Propaganda in der DDR" von Joachim Heise publiziert.

Der Vorstand und die Institutsleitung haben in den vergangenen Monaten intensiv über die Frage nachgedacht, wie es mit dem Institut weitergehen soll, nachdem Dr. Heise im Frühjahr erklärte hat, seine Tätigkeit als Leiter des Instituts zum 30. Gründungstag des Instituts im Herbst 2023 beenden zu wollen. Wir standen somit vor der Frage, bis dahin einen Nachfolger für ihn zu finden oder die Schließung des Instituts vorzubereiten. Erfreut kann ich Ihnen nunmehr mitteilen, dass ein neuer Leiter gewonnen werden konnte und die Arbeit des Instituts weiter gehen wird.
Die Mitgliederversammlung unseres Trägervereins hat am 26.11.2021 beschlossen:
Das Amt des Leiters des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung wird ab 1.Oktober 2023 neu besetzt. Der bisherige Leiter, Dr. Joachim Heise, scheidet auf eigenen Wunsch zum 30.September 2023 aus dem Amt aus. Neuer Institutsleiter wird ab 1.Oktober 2023 Prof. Dr. Horst Junginger, Professor für Religionswissenschaft und Religionskritik an der Universität Leipzig. In der Übergangszeit vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2023 wird das Institut paritätisch von dem scheidenden und dem künftigen Leiter geführt. Dr. Heise bleibt auch über den 1.Oktober 2023 hinaus Redakteur der Schriftenreihe des Instituts.

Mit dem personellen Wechsel an der Spitze des Instituts sind verbunden eine Schärfung des inhaltlichen Profils des Instituts, eine Verjüngung des Personals auf allen Ebenen (Vorstand, Institutsleitung, Mitgliedschaft) sowie eine Ausweitung der Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Persönlichkeiten im In-und Ausland.

Ich bitte Sie herzlich, diesen Prozess der Neugestaltung unserer Arbeit mit Ihren Kräften zu unterstützen und das Institut ins vierte Jahrzehnt seiner Existenz zu begleiten. Helfen Sie bitte mit, jüngere Menschen für unsere Veranstaltungen und unsere Publikationen zu interessieren und zur Mitgliedschaft in unserem Trägerverein zu gewinnen.

Ich danke allen, die uns in diesen schwierigen Zeiten die Treue gehalten und uns unterstützt haben. Das war umso nötiger, da die Zahl unserer Mitglieder und Förderer durch Krankheit und Tod weiter geschrumpft und Einahmen bei Veranstaltungen weitgehend ausgeblieben sind.
So bleibt mir, Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und uns allen ein neues Jahr zu wünschen mit weniger Ängsten und Sorgen und vor allem mit Gesundheit.

Mit guten Wünschen
Ihr Joachim Heise