Veranstaltungen, Publikationen, Informationen

8. Dezember 2021 Weihnachtsbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

das Jahr 2021 geht zu Ende und ein neues Jahr steht vor der Tür. Die alten Probleme aber werden uns weiter begleiten. Ich hoffe, Ihnen und Ihren Familien geht es gut, und Corona ist an Ihnen vorbei gegangen. Am Ende diesen Jahres denken wir dankbar an die zurück, die uns für immer verlassen haben: Bischof i.R. Christoph Demke, Prof. Dr. Rudolf Mau, Pfarrer Heinz Joachim Karau, Dr. Detlef Nakath, Dr. Christoph Rhein.

Auch für unser Institut war 2021 ein schwieriges Jahr. Unsere Hoffnungen auf mehr Normalität hat der Herbstwind verweht. Veranstaltungen zu planen war zwar möglich, aber in den meisten Fällen umsonst. Mit einjähriger Verspätung haben wir im Juli d.J. in einer festlichen Veranstaltung den Horst-Dähn-Preis 2020 an Dr. Sebastian Holzbrecher verliehen. Zu unserer Veranstaltung am 9. November 2021 "Nun wächst zusammen, was zusammen gehört" konnten wir nur eine begrenzte Zahl von Gästen einladen. Das galt auch für unsere diesjährige öffentliche Mitgliederversammlung am 26. November.
Unter diesen besonderen Bedingungen haben wir uns auf die Herausgabe neuer Hefte unserer Schriftenreihe konzentriert. So sind in Corona-Zeiten Heft 31 (Staat und Kirche nach der "Wende". Rückblick und Bilanz 30 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Tschechien, Ungarn, Russland und Ostdeutschland) und Heft 32 (Horst Dohle. Im Dienst der Kirchenpolitik der DDR. Gespräche und Selbstzeugnisse) erschienen. Darüber hinaus haben wir ein Begleitheft zu unserer Atheismus-Ausstellung im Haus der Geschichte in Lutherstadt Wittenberg mit dem Titel "Zum Wandel der atheistischen Forschung, Lehre und Propaganda in der DDR" von Joachim Heise publiziert.

Der Vorstand und die Institutsleitung haben in den vergangenen Monaten intensiv über die Frage nachgedacht, wie es mit dem Institut weitergehen soll, nachdem Dr. Heise im Frühjahr erklärte hat, seine Tätigkeit als Leiter des Instituts zum 30. Gründungstag des Instituts im Herbst 2023 beenden zu wollen. Wir standen somit vor der Frage, bis dahin einen Nachfolger für ihn zu finden oder die Schließung des Instituts vorzubereiten. Erfreut kann ich Ihnen nunmehr mitteilen, dass ein neuer Leiter gewonnen werden konnte und die Arbeit des Instituts weiter gehen wird.
Die Mitgliederversammlung unseres Trägervereins hat am 26.11.2021 beschlossen:
Das Amt des Leiters des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung wird ab 1.Oktober 2023 neu besetzt. Der bisherige Leiter, Dr. Joachim Heise, scheidet auf eigenen Wunsch zum 30.September 2023 aus dem Amt aus. Neuer Institutsleiter wird ab 1.Oktober 2023 Prof. Dr. Horst Junginger, Professor für Religionswissenschaft und Religionskritik an der Universität Leipzig. In der Übergangszeit vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2023 wird das Institut paritätisch von dem scheidenden und dem künftigen Leiter geführt. Dr. Heise bleibt auch über den 1.Oktober 2023 hinaus Redakteur der Schriftenreihe des Instituts.

Mit dem personellen Wechsel an der Spitze des Instituts sind verbunden eine Schärfung des inhaltlichen Profils des Instituts, eine Verjüngung des Personals auf allen Ebenen (Vorstand, Institutsleitung, Mitgliedschaft) sowie eine Ausweitung der Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Persönlichkeiten im In-und Ausland.

Ich bitte Sie herzlich, diesen Prozess der Neugestaltung unserer Arbeit mit Ihren Kräften zu unterstützen und das Institut ins vierte Jahrzehnt seiner Existenz zu begleiten. Helfen Sie bitte mit, jüngere Menschen für unsere Veranstaltungen und unsere Publikationen zu interessieren und zur Mitgliedschaft in unserem Trägerverein zu gewinnen.

Ich danke allen, die uns in diesen schwierigen Zeiten die Treue gehalten und uns unterstützt haben. Das war umso nötiger, da die Zahl unserer Mitglieder und Förderer durch Krankheit und Tod weiter geschrumpft und Einahmen bei Veranstaltungen weitgehend ausgeblieben sind.
So bleibt mir, Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und uns allen ein neues Jahr zu wünschen mit weniger Ängsten und Sorgen und vor allem mit Gesundheit.

Mit guten Wünschen
Ihr Joachim Heise

26. November 2021 Öffentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft für vergleichende Staat-Kirche-Forschung e. V.

Öffentliche Mitgliederversammlung der
Gesellschaft für vergleichende Staat-Kirche-Forschung e. V.

Einziger Tagesordnungspunkt der MV war die Zukunft des Instituts, nachdem Dr. Joachim Heise erklärt hat, aus Altersgründen seine Tärtigkeit als Leiter des Instituts zum 30. Gründungstag des Instituts im Herbst 2023 niederlegen zu wollen. Die MV hat folgenden Beschluss gefasst:
– "Das Amt des Leiters des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung wird ab 1. Oktober 2023 neu besetzt.
– Der bisherige Leiter, Dr. Joachim Heise, scheidet auf eigenen Wunsch zum 30. September 2023 aus dem Amt aus.
– Neuer Institutsleiter wird ab 1. Oktober 2023 Prof. Dr. Horst Junginger, Professor für Religionswissenschaft und Religionskritik an der Universität Leipzig.
– In der Übergangszeit vom 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2023 wird das Institut paritätisch von dem scheidenden und dem künftigen Leiter geführt.
– Dr. Heise bleibt auch über den 1. Oktober 2023 hinaus Redakteur der Schriftenreihe des Instituts.

Berlin, 26. November 2021

9. November 2021 Festveranstaltung „Nun wächst zusammen, was zusammen gehört!”

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

Prof. Eun-Jeung Lee während ihres Vortrages
am 9. November 2021 fanden wir uns zu einer festlichen Runde (unter Corona-Bedingungen) zusammen. Im Evangelischen Forums in Berlin-Mitte gedachten wir des geschichtsträchtigen deutschen Datums 9. November.
Seinen Vortrag hatte Prof. Dr. Ralf Rytlewski mit „Ost-Westliche Schwierigkeiten der Verständigung. Perspektiven und ihre Erklärung” übertitelt. Er brachte interessante geschichtliche Fakten in spannende Zusammenhänge. Daran schloss sich Prof. Eun-Jeung Lee mit dem Thema „Der deutsche Vereinigungsprozess aus südkoreanischer Sicht” an. Die aufschlussreichen und überaus interessanten Ausführungen regten zu einer ledhaften Diskussion an.
Im Anschluss fanden sich alle zu einem kleinen Empfang (natürlich auch unter Beachtung der Corona-Bedingungen) und ließen den Tag mit vielen Einzelgesrpächen ausklingen.

Matthias Thiel – mt.media.de

30. Juli 2021 Feierliche Verleihung des Horst-Dähn-Preise 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

Prof. Pilvousek, Frau Holzbrecher, Dr. Holzbrecher, Dr. Heise, Dr. Noack (v. l.)

am 30. Juli 2021 haben wir es vollbracht: Unter Corona-Bedingungen wurde der Horst-Dähn-Preis 2020 endlich an den Preisträger PD Dr. Sebastian Holzbrecher verliehen. Nur 30 Personen waren zur Veranstaltung zugelassen, aber keine von Ihnen hat wohl ihr Kommen bereut – unter Ihnen auch die Eltern und die Ehefrau des Preisträgers. Nach der Eröffnung durch Institusleiter Dr. Joachim Heise hielt Prof. Dr. Josef Pilvousek, emeritierter Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Erfurt, die Laudatio.

Nach der Preisveleihung gab es einen angeregten Meinungsaustausch auf dem Hof des Evangelischen Forums in Berlin-Mitte.
In seinem anschließenden Festvortrag widmete sich Preisträger Dr. Holzbrecher dem Thema "Alte Grenzen und neue Mauern in der zeithistorischen Forschung", auch mit aktuellen und spannenden linguistischen Bezügen zum Verhältnis von Ost und West im wiedervereinigten Deutschland.

Stil- und überaus anspruchsvoll begleitete die junge Violinistin Julia Smirnova (Jg. 1997) die Preisverleihung mit musikalischen Meisterstücken von Olga Rajeva, Franciso Tarrega und Aleksey Igudesman.

Ein kleine Fotoauswahl finden Sie unter diesem Dropbox-Link.

Ihr Reporter vor Ort

Matthias Thiel – mt.media.de

22. Juli 2021 Heft 32 erschienen | Juli-Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

seit gut eineinhalb Jahren haben wir nicht mehr zu einer Institutsveranstaltung einladen können. Große Hoffnungen haben wir auf den Herbst diesen Jahres gesetzt, die allerdings schon wieder gedämpft werden, so dass wir noch immer nicht planen können.

Ich hoffe sehr, dass wir durch die Zusendung von Hefte 31 und von Heft 32 (an alle Mitglieder) die Verbindung mit Ihnen halten konnten. Interessenten können Heft 32 bei uns für einen Preis von 10 € jederzeit erwerben.

Heft 31 hier bestellen.
Heft 32 hier bestellen.

Wie Sie wissen, war es uns im vergangenen Jahr auch nicht möglich, den Horst-Dähn-Preis, den wir seit 2013 jährlich verleihen, an Dr. Sebastian Holzbrecher, den Preisträger 2020, zu übergeben. Wir haben nunmehr die derzeit bestehende Chance genutzt, die Preisverleihung auf den 30. Juli zu legen. Leider dürfen wir dazu nur 30 Personen in den Georgensaal im Evangelischen Zentrum Mitte (Klosterstraße 66) einladen. Wir bedauern dies sehr und bitten Sie um Verständnis, wenn Sie keine Einladung erhalten sollten. Zu Ihrer Information legen wir Ihnen den wissenschaftlichen Lebenslauf des Preisträgers bei (Eintrag vom 17. Dezember 2020).

Wir wünschen Ihnen allen eine schöne Sommerzeit. Bleiben Sie gesund und unserem Institut gewogen.

Ihr

Dr. Joachim Heise – Institutsleiter

18. Februar 2021 Februar-Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

ich hoffe, Sie sind trotz aller Einschränkungen gut ins neue Jahr gekommen und sind vom Virus verschont geblieben. Normalerweise würde ich Ihnen jetzt die Bilanz unserer Arbeit im vergangenen Jahr vorstellen, Ihnen unsere Pläne für das Jahr 2021 präsentieren und sie einladen, an unserer Arbeit teilzuhaben. Sie werden verstehen, dass es sich angesichts der immer noch unübersichtlichen Lage verbietet, große Pläne zu schmieden und über Termine nachzudenken.

In den zurückliegenden Wochen und Monaten habe ich mich fast ausschließlich mit Texten für neue Hefte unserer Schriftenreihe beschäftigt. Noch vor Jahresende ist Heft 31 mit dem Titel "Horst Dohle. Im Dienst der Kirchenpolitik der DDR" erschienen. Alle Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Werbeblatt. Sie alle haben Horst Dohle bei verschiedenen Veranstaltungen und unterschiedlichen Gelegenheiten kennen gelernt. Im Herbst 2018 haben wir ihn mit dem Horst-Dähn-Preis ausgezeichnet. In der Begründung zur Preisverleihung heißt es:
".., dass Horst Dohle für all dies, was er bis 1989/1990 getan und gelassen hat, nicht ausgezeichnet wird. Es geht vielmehr darum, einen Mann mit seiner Biographie zu würdigen, der sich nach dem Ende der DDR und dem Ende seiner beruflichen Laufbahn selbstkritisch befragt, sich aktiv an der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kirchenpolitik der SED/DDR beteiligt und in Publikationen, Aufsätzen, Interviews und persönlichen Gesprächen geholfen hat, Licht in die Hintergründe der Kirchenpolitik der SED/DDR zu bringen, an der er selbst mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen aktiv beteiligt war. Dies war ein Prozess, der intellektuelle Anstrengung verlangte und die Bereitschaft einschloss, sich selbst eigene Irrtümer und Fehler, eingeschlagene Irrwege und Versäumnisse einzugestehen und offen und öffentlich darüber zu sprechen."

Horst Dohle verstarb wenige Monate nach der Auszeichnung im April 2019. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Heft auf Ihr Interesse stoßen würde und Sie es bei uns erwerben würden.

In Arbeit ist zurzeit Heft 32 mit Referaten, die Wissenschaftler aus Tschechien, Ungarn, Russland und den USA in den zurückliegenden Jahren 2018 und 2019 bei Veranstaltungen unseres Instituts gehalten haben. Im Mittelpunkt der Referate stehen ein Rückblick auf die Zeit bis zur "Wende" und vor allem Fragen der Entwicklung der Kirchen in unseren Nachbarländern nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft. Ich selbst habe einen Beitrag über die Staatsämtertagungen und die dabei geführten Diskussionen über den "Prager Frühling" beigesteuert.

Gestatten Sie mir noch ein Wort zur Arbeit der Ursula-und-Horst-Dähn-Stiftung, die bekanntlich Projekte unseres Instituts bevorzugt fördert. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung erstmals auch zwei Projekte anderer Einrichtungen finanziell unterstützt. Zu nennen ist an dieser Stelle ein Druckkostenzuschuss in Höhe von 4.000 für das Buch von Michal Dülge "Die Uhr der Versöhnung. Lebensminuten aus einem geteilten Land", das von der Evangelischen Kirchengemeinde Versöhnung herausgegeben wird und 2020 im Wichern-Verlag erschienen ist. Die Turmuhr der Versöhnungskirche in der Bernauer Straße schlägt wieder. Hunderte Menschen haben gespendet, um die Uhr zu restaurieren. Einige von Ihnen erzählen in diesem Buch von ihrem Leben um die Versöhnungskirche, im geteilten Berlin und geteilten Deutschland.

Gefördert hat die Stiftung weiterhin ein Projekt des "Hauses der Geschichte" in Lutherstadt Wittenberg mit 3.500 €. Die Ausstellung "Atheismus in der DDR", die Mitte der 1990er Jahre in unserem Institut erarbeitet wurde und seit 2009 als Dauerleihgabe in Wittenberg zu sehen ist, stößt immer wieder gerade bei Besuchern aus den alten Bundesländern auf reges Interesse. Im Rahmen dieses Projekts soll die Ausstellung überarbeit und erweitert werden.

Am Schluss meines Briefes möchte ich mich bei Ihnen allen für Ihre Treue zu unserem Institut bedanken. Danke für die Grüße und guten Wünsche, für die Spenden und die Bereitschaft, Mitglied unseres Träger- und Fördervereins zu werden. Ich freue mich schon sehr, Sie alle wiederzusehen. Bleiben Sie bis dahin gesund und passen Sie auf sich und andere auf.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Dr. Joachim Heise – Institutsleiter